Vorstufe für stark faserhaltige und schwierige Substrate

Die Turbomaische beinhaltet einen hochwirksamen biologischen Prozess zum Voraufschluss von schwer abbaubaren und schwierig zu handelnden Einsatzstoffen und Einsatzstoffgemischen. Die flexibel und schnell reagierende aerob/anaerobe Biologie erlaubt die Biogasgewinnung aus schwer abbaubaren Biomassen, aus in ihrer Zusammensetzung stark schwankenden Rohstoffen und sogar aus leicht toxisch kontaminierten oder schimmligen Reststoffen. Das Ergebnis des Prozesses ist ein im Fermenter leicht zu methanisierender gleichmäßiger Maischebrei. Dieser erlaubt die kurzfristige, flexible Biogaserzeugung über den Tag so, dass diese an den Strombedarf im Markt angepasst ist. Durch den Voraufschluss der Biomasse gelingt der Verzicht auf den Zubau neuer Fermenter in bestehenden Biogasanlagen, da die Raumbelastung im Fermenter gesteigert werden kann.

Wechselnde aerobe und anaerobe Phase

Der Prozess der Turbomaische verläuft in wechselnden aeroben und anaeroben Phasen. In einem ersten aeroben Schritt werden Cellulose-haltige Substrate in lösliche Zucker abgebaut. Diese werden während der anaeroben Phase zu Alkohol vergoren. In einem zweiten aeroben Schritt wird der Alkohol in Essigsäure umgesetzt. Die so vorfermentierte Maische ist für die Methanbakterien im Fermenter direkt für die Biogasbildung nutzbar.

Turbomaische – Die Anlage

Die komplette Turbomaische – Anlage ist modular aufgebaut und kann innerhalb kürzester Zeit aufgebaut und montiert werden. Der Maischebehälter wird in Segmentplatten angeliefert und vor Ort aufgebaut. Aufgrund der kurzen Verweilzeit in der Turbomaische ist ein relativ kleiner Behälter von 150 m³ ausreichend.

Die Turbomaische wird in mehreren Intervallen pro Tag beschickt. Sie wird in den meisten Fällen direkt an den bestehenden Feststoffdosierer sowie die Flüssigkeitszufuhr angeschlossen. Alle notwendigen Komponenten, Mischeinrichtung, Pumpen, Kompressor, Heizverteiler und Steuerung, werden in einem separaten Technik-Container fertig montiert geliefert.

Die Abluft, welche zum größten Teil aus Sauerstoff, Kohlendioxid und Stickstoff besteht, wird über einen Biofilter gereinigt. Dadurch lassen sich Geruchsemissionen sicher vermeiden.

Die Turbomaische wird bei 30 – 38 °C betrieben und benötigt wenig Heizenergie. Sie wird in den bestehenden Heizkreislauf der Biogasanlage integriert.

Technik

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